Gasanbieter ohne Bonitätsprüfung: Wechseln trotz Schufa-Eintrag
Ja, Sie können den Gasanbieter trotz negativer Schufa wechseln. Beim Gas ist die Lage sogar etwas entspannter als beim Strom — weil weniger Anbieter überhaupt prüfen und der Markt weniger umkämpft ist.
Wer wegen Bonität schon einmal bei einem Vergleichsportal abgelehnt wurde, versucht es beim Gas oft gar nicht mehr. Verständlich — aber ein Fehler, denn Gas läuft nach denselben Regeln wie Strom, und die Regeln sind günstiger als ihr Ruf.
Ein Gasvertrag ist kein Kredit. Sie leihen kein Geld, Sie beziehen eine Ware und zahlen monatlich. Deshalb ist eine Bonitätsprüfung beim Gasvertrag keine gesetzliche Pflicht, sondern eine freie Entscheidung des Anbieters — und viele verzichten darauf.
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Warum ein Gaswechsel bei schlechter Bonität oft leichter ist als beim Strom
Das überrascht viele, hat aber einen nachvollziehbaren Grund: Der Gasmarkt ist weniger umkämpft. Beim Strom drängen dutzende Anbieter mit Kampfpreisen um jeden Neukunden — und wer eng kalkuliert, sichert sich mit einer Bonitätsprüfung ab.
Beim Gas ist die Anbieterzahl kleiner und die Margen sind stabiler. Viele Versorger führen die Schufa-Abfrage deshalb gar nicht als Standardschritt. Sie kostet Geld, verzögert den Abschluss und verhindert Verträge — bei entspannterer Kalkulation lohnt sie sich einfach nicht.
Praktische Folge: Wenn Sie beim Strom mit Bonitätsproblemen zu kämpfen hatten, heißt das nicht, dass es beim Gas genauso läuft. Es ist einen eigenen Versuch wert — und der kostet Sie nichts.
Die zwei Wege zu einem Gasvertrag trotz Schufa
1 Gasanbieter, die keine Bonitätsprüfung durchführen
Eine Reihe von Versorgern fragt die Schufa grundsätzlich nicht ab. Für Sie ist das ein völlig normaler Gastarif: monatlicher Abschlag, Jahresabrechnung, kein Nachteil gegenüber anderen Kunden. Ihr Eintrag spielt schlicht keine Rolle, weil er nie abgerufen wird.
2 Anbieter, die eine negative Bonität akzeptieren
Ein zweiter Teil des Marktes fragt ab, lehnt aber nicht automatisch ab. Entscheidend ist, was in Ihrer Schufa steht. Ein alter, abgeschlossener Vorgang wird anders bewertet als eine laufende Forderung eines Energieversorgers. Manche Anbieter akzeptieren einen negativen Score gegen eine höhere monatliche Vorauszahlung.
! Wovon wir abraten: Vorkasse-Tarife
Es gibt Gastarife, bei denen Sie im Voraus für Monate zahlen. Die nehmen praktisch jeden. Rechnen Sie sie trotzdem genau durch: Der Arbeitspreis liegt oft über der Grundversorgung, Sie binden Kapital über Monate, und bei Vorkasse tragen Sie das Insolvenzrisiko des Anbieters.
Gerade beim Gas fällt das ins Gewicht, weil die Beträge im Winter deutlich höher sind als beim Strom. Wenn Weg 1 oder 2 offen ist, sind Sie dort besser aufgestellt.
Gas-Grundversorgung: sicher, aber teuer
Wie beim Strom gibt es auch beim Gas einen örtlichen Grundversorger, der Sie beliefern muss — unabhängig von Ihrer Bonität. Sie bekommen also in jedem Fall Gas.
Nur ist die Grundversorgung in der Regel der teuerste Tarif am Markt. Und beim Gas wirkt sich das stärker aus als beim Strom, weil ein durchschnittlicher Haushalt drei- bis fünfmal so viele Kilowattstunden Gas verbraucht wie Strom. Der gleiche prozentuale Preisunterschied bedeutet beim Gas also den mehrfachen Betrag.
Konkret: Wer beim Strom 20 % zu viel zahlt, verliert vielleicht 150 € im Jahr. Wer beim Gas 20 % zu viel zahlt, verliert leicht 300 bis 500 €. Deshalb ist der Gaswechsel für Ihren Geldbeutel oft der wichtigere von beiden.
Strom und Gas in einem Vorgang — warum sich das lohnt
Wenn Sie beides wechseln wollen, machen wir es in einem Durchgang. Das hat drei Vorteile:
- Die Ersparnis addiert sich. Bei einem Haushalt mit Gasheizung ist die Gesamtersparnis aus beiden Verträgen häufig dreistellig pro Jahr.
- Sie haben nur einen Vorgang. Eine Anfrage, ein Rechnungsfoto, eine Rückmeldung — statt zweimal derselbe Ablauf.
- Wir prüfen die Anbieter gemeinsam. Manche Versorger liefern beides und nehmen bei einem Kombivertrag eher auf, weil der Kunde mehr Wert hat.
Falls Sie noch beim Strom unsicher sind: Wie ein Stromwechsel trotz Schufa funktioniert erklärt die Lage für die Stromseite im Detail.
Welcher Gasanbieter nimmt trotz Schufa? Warum die Antwort von Ihrer PLZ abhängt
Eine allgemeine Liste mit Anbieternamen finden Sie nirgends — und das hat gute Gründe:
- Nicht jeder Anbieter liefert überall. Gasnetzgebiete sind kleiner geschnitten als Stromnetzgebiete. Ein Anbieter, der in Köln aufnimmt, ist bei Ihnen möglicherweise gar nicht verfügbar.
- Die Prüfpraxis ändert sich. Anbieter verschärfen oder lockern ihre Regeln je nach Marktlage. Jede veröffentlichte Liste veraltet innerhalb von Monaten.
- Ihr Eintrag ist individuell. Bei Weg 2 entscheidet der Inhalt Ihres Eintrags, nicht seine Existenz.
Deshalb arbeiten wir umgekehrt: Sie nennen uns Postleitzahl und Jahresverbrauch — oder einfach die Haushaltsgröße, wenn Sie den Verbrauch nicht kennen. Wir prüfen den aktuell verfügbaren Anbieterbestand für Ihre Adresse und melden uns mit einem konkreten Tarif oder mit einer ehrlichen Absage.
So läuft der Gaswechsel bei uns ab
Kein Papierkram, kein Kleingedrucktes — Sie müssen fast nichts tun.
Sie melden sich
Über den Tarifrechner, per WhatsApp oder telefonisch. Postleitzahl und Haushaltsgröße genügen — den genauen Verbrauch lesen wir später aus Ihrer Rechnung ab.
Wir prüfen den Anbieterbestand für Ihre Adresse
Sie bekommen Ihren aktuellen Abschlag neben dem neuen Tarif — Zahlen, kein Werbetext. Auf Wunsch Gas und Strom zusammen.
Ein Foto genügt
Sie schicken per WhatsApp ein Bild Ihrer letzten Gasrechnung. Zählernummer, Kundennummer und Jahresverbrauch lesen wir daraus ab.
Wir übernehmen den Rest
Kündigung, Anmeldung, Fristen. Ihre Versorgung läuft dabei ununterbrochen weiter — das ist gesetzlich garantiert.
Die Beratung und der Wechselservice sind für Sie kostenlos. Vergütet werden wir vom Energieanbieter, nicht von Ihnen.
Häufige Fragen
Ja. Eine Bonitätsprüfung ist beim Gasvertrag keine gesetzliche Pflicht, sondern eine freie Entscheidung des Anbieters. Ein Teil des Marktes verzichtet grundsätzlich darauf. Welche Anbieter das an Ihrer Adresse sind, prüfen wir kostenlos.
Häufig ja. Der Gasmarkt ist weniger umkämpft als der Strommarkt, die Margen sind stabiler und entsprechend prüfen weniger Anbieter die Bonität. Wer beim Strom abgelehnt wurde, sollte es beim Gas trotzdem versuchen.
Grundsätzlich immer vom örtlichen Grundversorger — der ist gesetzlich zur Belieferung verpflichtet. Das ist allerdings meist der teuerste Weg. Günstiger sind Anbieter, die keine Bonitätsprüfung durchführen oder einen negativen Eintrag akzeptieren.
Nein, das ist gesetzlich ausgeschlossen. Falls beim Wechsel eine Lücke entstehen sollte, springt automatisch die Grundversorgung ein. Ihre Gasversorgung läuft durchgehend weiter.
Das hängt von Ihrem Verbrauch und Ihrem aktuellen Tarif ab. Wer aus der Grundversorgung wechselt, spart typischerweise einen dreistelligen Betrag im Jahr — beim Gas oft mehr als beim Strom, weil der Verbrauch in Kilowattstunden deutlich höher ist. Wir rechnen es Ihnen konkret aus, bevor Sie sich entscheiden.
Für ein Angebot: Postleitzahl und Haushaltsgröße. Für den Wechsel: ein Foto Ihrer letzten Gasrechnung per WhatsApp. Zählernummer, Kundennummer und Jahresverbrauch lesen wir daraus ab — Sie müssen nichts abtippen.
Nichts. Beratung und Wechselservice sind kostenlos, vergütet werden wir vom Energieanbieter. Es gibt keine Gebühren, weder vorher noch nachher.
Ja, und das ist der Regelfall. Sie haben nur einen Vorgang, ein Rechnungsfoto und eine Rückmeldung — die Ersparnis aus beiden Verträgen addiert sich.
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